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Jugendsozialarbeit als kompetente Kooperationspartnerin der Schulen

 Stuttgart.11.07.05 Die Jugendsozialarbeit ist kompetente Kooperationspartnerin für Schulen,
wenn es darum geht, junge Menschen individuell zu fördern. Dies betonten die Mitglieder
des Hauptausschusses der Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelischen Jugendsozialarbeit
(BAG EJSA) in ihrer Sitzung am 26.06.05 und unterstützen damit ausdrücklich die Position
der Bundesarbeitsgemeinschaft Jugendsozialarbeit. Diese hatte in ihrem Positionspapier
"Jugendsozialarbeit – Bildung – Schule“ das von der Bundesregierung aufgelegte
Ganztagsschulprogramm befürwortet und die Länder dazu aufgefordert, den bis 2007 mit 4
Milliarden Euro geförderten Ausbau von Ganztagsschulen zügig umzusetzen.
Ganztagsschulen können den Rahmen für eine intensivere, gezielte und individuelle
Förderung bieten.
Die evangelische Jugendsozialarbeit geht von einem ganzheitlichen Bildungsverständnis mit
einer individuellen Förderung aus: Lernen mit Kopf, Herz und Hand. Dem liegt die
Überzeugung zugrunde, dass jeder Mensch als ein von Gott gewolltes Geschöpf mit seinen
Eigenschaften, Fähigkeiten und Kompetenzen einen Platz in der Gemeinschaft hat und das
Recht, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.
Trotz des Ausbaus der Ganztagsschulen seien Angebote der Jugendsozialarbeit, die sich an
Schülerinnen und Schüler richten, weiterhin wichtig, so die Mitglieder des Hauptausschusses
der BAG EJSA. Denn auch außerhalb der Schule gebe es Orte, an denen Schülerinnen und
Schüler lernen. Studien belegen, dass der überwiegende Teil von Kenntnissen und
Fertigkeiten außerhalb von formalen Bildungsprozessen wie Schule erlernt werden.
Gelungene Kooperationen zeigen, dass durch die Zusammenarbeit von Trägern der
Jugendsozialarbeit, Schulen und eventuell weiteren Partnerinnen und Partnern (wie Eltern,
Betrieben/Unternehmen) etwas geschaffen werden kann, das mehr ist als die Summe aller
Aktivitäten der einzelnen Beteiligten: vielfältige, interessante und lebendige Wege des
Lernens und der individuellen Förderung für ganz unterschiedliche und einzigartige junge
Menschen.
Wie Kooperation gelingen kann, zeigt zum Beispiel das Projekt „Tri-colore“ in Esslingen
(www.bagejsa.de/modellprojekte), in dem Familien, Schule und Wirtschaft
zusammenarbeiten, oder auch die staatlich geförderte schulbezogene Jugendsozialarbeit in
Bayern, die schon seit vielen Jahren wirksam tätig ist (z. B. www.ejsaregensburg.
de/einrichtungen/jsa_pestalozzi.htm
).



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