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Bundesamt stärkt berufliche Integration

Im Ausland erworbene Bildungs- und Berufsabschlüsse müssen in Deutschland besser genutzt werden. Die Erschließung der mitgebrachten Qualifikationen von Zuwanderern ist ein wichtiger Beitrag zur beruflichen Integration betont der Präsident des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge, Dr. Albert Schmid. Zugewanderte Lehrer, Ingenieure und Mediziner zum Beispiel stellen eine wichtige Ressource dar, um dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken.
Einer zügigen und effizienten Anerkennung ausländischer Abschlüsse stehen nach einer Analyse des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge derzeit jedoch insbesondere drei Hindernisse entgegen: die Zersplitterung der Beratungslandschaft, die fehlende Transparenz von Anerkennungsverfahren und Bewertungskriterien sowie die unzureichende Vernetzung von Arbeitsmarktberatung, Anerkennungsstellen und Nachqualifizierungsangeboten.
Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hat daher in einer einjährigen Zusammenarbeit mit zahlreichen Experten aus Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft und Migrantenorganisationen Empfehlungen für eine effizientere berufliche Integration zugewanderter Fachkräfte erarbeitet. Zu diesen Empfehlungen gehört insbesondere die Einrichtung von Servicestellen zur Erschließung ausländischer Qualifikationen. Ziel der Servicestellen ist, die Zusammenarbeit zwischen den verantwortlichen Stellen der Arbeitsmarktberatung, Anerkennung und Nachqualifizierung zu intensivieren. Als Anlaufstelle für zugewanderte Fachkräfte sollen die Servicestellen Informationen über Anerkennungsverfahren zusammenführen und bei Bedarf konkrete Wege der Nachqualifizierung aufzeigen. Die Einrichtung einer Servicestelle wird im Sommer 2009 gemeinsam mit der ARGE Saarbrücken sowie dem saarländischen Sozialministerium und dem Bildungsministerium modellhaft erprobt.
Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge widmet sich der Thematik der Anerkennung ausländischer Abschlüsse künftig in einem eigenständigen Arbeitsbereich. Damit werden bereits bestehenden Aktivitäten im Bereich der beruflichen Integration, wie die berufsbezogene Sprachförderung (ESF-BAMF-Programm) oder die Förderung von Projekten zur Stärkung der Kompetenzen von Zuwanderern ergänzt.



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