Gender Mainstreaming
Gender Mainstreaming
Grundlage
In den geltenden KJP - Richtlinien (GMBL Nr2 v. 10.01.2001) ist Gender Mainstreaming (GM) unter Nr. I 2.c als Leitprinzip verpflichtend vorgegeben.
In den Grundsätzen zur Durchführung des KJP - Programms 18 -Integration junger Menschen mit Migrationsintergrund- wird unter IV. 6. darauf hingewiesen, dass die Arbeit der JMD die Grundsätze des GM zu berücksichtigen hat.
Gender Mainstreaming und Jugendmigrationsdienste (JMD)
Gender Mainstreaming als Querschnittsaufgabe dient dazu, die bestehenden Aktivitäten und Strukturen auf die Auswirkungen für das weibliche und männliche Geschlecht zu überprüfen und zu überlegen, wie die Situation für das jeweils benachteiligte Geschlecht verbessert werden kann.
GM ist wesentlich bestimmt durch das Top-Down-Prinzip, d.h. GM richtet sich an die Spitze des Verbandes/der Organisation; von hier aus ist eine schnellere und wirksame Steuerung möglich.
GM ist ein fortlaufender Entwicklungsprozess, der einer regelmäßigen Evaluation und Anpassung bedarf.
Zielgruppe
Das Angebot der JMD richtet sich gleichermaßen an Mädchen/junge Frauen und Jungen/ junge Männer mit Migrationshintergrund unter Berücksichtigung ihrer spezifischen Lebenssituation und Interessenlage.
Ziele
Zielsetzung der Arbeit und Angebote der JMD ist eine gleichberechtigte Teilhabe von Mädchen/jungen Frauen und Jungen/jungen Männern und damit Förderung von Chancengleichheit.
Für die Arbeit der JMD – siehe Aufgabenprofil - sind dabei folgende Aspekte von Bedeutung:
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Sammlung, Analyse und Auswertung von Informationen zu geschlechtsspezifischen Unterschieden, Ausgangslagen und Unterstützungsbedarf (z.B. Rechtsnormen, Statistiken, strukturelle Benachteiligung auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt, diskriminierende Verfahren)
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Entwicklung konkreter Ansätze und Angebote, um Mädchen/jungen Frauen bzw. Jungen/jungen Männern gleiche Zugangs- und Teilhabechancen zu ermöglichen.
Dies betrifft u.a.:
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Überlegungen zur TeilnehmerInnenstruktur (homogene oder heterogene Zusammensetzung)
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Formulierung von Zielen zur Chancengleichheit (z.B. Verringerung geschlechtsspezifischer Ungleichheitsstrukturen, Förderung der Teilnahme an frauen- bzw. männeruntypischen Bereichen)
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Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Bedürfnisse und Anforderungen (z.B. bei der Berufswege- und Familienplanung, hinsichtlich Lernverhalten und Interessen)
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Bereitstellung von Rahmenbedingungen (z.B. hinsichtlich Räumlichkeiten, Material, Teilzeitangebote, Sprechstundengestaltung, Vermittlung von Kinderbetreuung)
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Evaluation und Erfolgskontrolle (z.B. differenzierte Datenerhebung, Festlegung von Indikatoren für den Erfolg, Überprüfung der Mittelverteilung).
Personal
Die Verankerung von GM bezieht die Überprüfung und Weiterentwicklung der Personalstruktur (z.B. hinsichtlich Teamzusammensetzung, Entscheidungsfunktion, Qualifikation, Tätigkeitsprofil, Befristung, zeitlichem Umfang, Eingruppierung, Weiterbildung) mit ein.